Neuraltherapie

8. Mai 2008

Jeder kennt sie – vllt nicht den expliziten Namen, aber man hat entweder selber schon mal Erfahrungen mit ihr gemacht oder sie bei vertrauten Personen gesehen: Die Neuraltherapie. Sie ist ein modernes alternativ-medizinisches Verfahren, bei der über das vegetative Nervensystem eine Störung oder Erkrankung beseitigt oder zumindest positiv beeinflusst werden kann.


Mit Hilfe von Injektionen von Lokalanästhetika (Mittel zur örtl. Betäubung) werden akute oder dauernde Schmerzzustände behandelt. Dabei sollen Funktionsstörungen von Organen, Muskeln, Nerven, des Bindegewebes und der Haut, die sich als Schmerz bemerkbar machen, über Einspritzungen reguliert werden.

Als Störfelder für das körpereigene Regelsystem (und somit als Schmerzverursacher) sieht die ganzheitliche Sichtweise der Neuraltherapie schadhafte Zähne, chronische Entzündungen von Nebenhöhlen und Organen, Störungen in Muskeln oder Nervenfasern, sowie Narben.

Die Segmentherapie ist eine weitere Form der Neuraltherapie. Dabei werden die nervlichen Verbindungen von den menschlichen inneren Organen mit der Hautoberfläche zu therapeutischen Maßnahmen (z. B. bei Quaddelungen) genutzt.

Dazu kommt noch die Therapeutische Lokalanästhesie, bei der Injektionen an entzündetem Gewebe den Schmerz lindern.

Die Neuraltherapie wird z. B. bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Erkrankungen im Zahn- und Kieferbereich
  • Chronische Mandelentzündungen
  • Gelenkschmerzen (Arthrose, Hexenschuss…)
  • Rückenschmerzen
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Vegetative Funktionsstörungen
  • Wundheilungsstörung
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Schmerzzustände nach Operationen
  • Mittelohrentzündungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Nervenschmerzen

Leider kann man durch die Therapie Erbkrankheiten, psychogene Erkrankungen, Systemerkrankungen, bösartige Tumore und irreversible Schäden nicht behandeln. Ansonsten ist diese Methode bei vielen Schmerz- und Entzündungszuständen eine sehr gute Wahl – sprechen sie mit ihrem Arzt.

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