08.26Scharlach
Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern auftritt. Im Gegensatz zu anderen “Kinderkrankheiten” wie Mumps oder Windpocken kann man an Scharlach mehrfach erkranken.
Der Scharlach wird durch Bakterien (Streptokokken) verursacht und kann über die Schleimhäute oder über offene Wunden (Wundscharlach) übertragen werden. Eine Ansteckung erfolgt also sehr schnell.
Nach einer Inkubationszeit von zwei bis vier Tagen klagen die Betroffenen meist über Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Rachenschmerzen oder auch über Bauch- und Kopfschmerzen. Im Rachenbereich kommt es zu Schwellungen an den Mandeln und Lymphknoten. Der weiße Belag auf der geröteten Zunge ist das typische Zeichen von Scharlach.
Später kommt es zu Ausschlag am Körper, besonders häufig an Achseln und Leisten. Da die Mund-Kinn-Region jedoch frei von Auschlag bleibt, wird dies als “Milchbart” bezeichnet. Körperregionen wie Hände und Füße können nach ca. 2 Wochen anfangen zu schuppen.
Diese Merkmale müssen jedoch nicht immer Scharlach bedeuten, sondern können auch Hinweise auf andere Krankheiten (Viruserkrankungen) oder allergische Reaktionen sein.
Bei Scharlach ist immer eine Rachen- oder Mandelentzündung vorhanden.
Zur Behandlung wird ein Antibiotikum, meist Penicilin, eingesetzt. Außerdem gehören Fieber-senkende und Schmerz-lindernde Arzneimittel zur Therapie.
Nach spätestens 2 Wochen Behandlung sollte der Scharlach beseitigt sein.

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