Schutz gegen Zecken

22. Mai 2008

Aufgrund der Klimaerwärmung können sich Zecken in Deutschland – vor allem in den südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg stärker verbreiten. Sie übertragen die gefährlichen Erkrankungen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. Beide Infektionen können zu schweren Schäden am Nervensystem führen.

Bei der Borreliose handelt es sich um eine von einem Bakterium ausgelösten Krankheit, die viele Symptome haben kann: Erstes Anzeichen von Borreliose ist meist eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Außerdem können auch Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen auftreten. In späteren Stadien der Krankheit sind Folgen wie Hirnhautentzündung, sehr starke Schmerzen, Gesichtslähmung oder Gelenkschmerzen zu beobachten.

Leider gibt es gegen Borreliose keine Impfung und sie ist im Spätstadium nur schwer zu behandeln. Wird die Krankheit in den ersten Wochen (Frühstadium) erkannt, kann man die Symptome sehr gut mit Antibiotika bekämpfen.

Um sich jedoch gut vor dieser Krankheit zu schützen oder eine Infektion früh zu erkennen sollte man lange Kleidung beim Bewegen in Gräsern tragen und den Körper und die getragene Kleidung auf Zecken absuchen.

Der FSME-Virus schädigt das zentrale Nervensystem und kann bis hin zum Tod führen. Bei dieser Krankheit sind die Folgen schlimme, je älter die infizierte Person ist. Erste Anzeichen einer FSME-Erkrankung sind ähnlich einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf kann eine Hirnhautentzündung (Menengitis) oder sogar eine Gehirnentzündung auftreten. Schwere Folgen von FSME sind Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, psychische Veränderungen, Lähmungen am Körper oder eine Schädigung des Rückenmarks.

Grafik: Risikogebiete für FSME in Deutschland (Quelle: www.zecke.de)

Risikogebiete für FSME in Deutschland

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis gibt es zum Glück eine Impfung, die selbst Kinder ab dem 1. Lebensjahr bekommen können. Jeder, der in einem Risikogebiet lebt oder in südlichen Ländern Urlaub machen will, sollte sich mit dieser Impfung gegen FSME schützen.

Eine festgebissene Zecke kann man am Besten mit einer Pinzette, einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte entfernen. Dies muss möglicht schnell passieren, denn je länger das Insekt saugen kann desto größer ist die Gefahr eiener Infektion.

1 Comment

  • Rainer sagt:

    Ich kann jedem nur empfehlen die Zeck bloß nicht einfachfach versuchen heraus zu ziehen. Ich selbst hatte eine ziemliche heftige Borreliose und bin mit dem Zeckenbiss zu leichtfertig umgegangen. Nun hab ich größten Respekt vor den kleinen Saugern und schütze mich so gut es geht wenn ich mal durch hohe Wiesen gehe!

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