Wein und Gesundheit

21. Oktober 2011

Fördert Wein die Gesundheit?

Wein ist nicht nur ein beliebtes Genussmittel, er kann sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken. Dies gilt allerdings nur für einen maßvollen Konsum, generell sollte Alkohol nur in geringen Mengen getrunken werden. Wie viel Wein noch gesund ist, lässt sich nicht allgemein sagen, da jeder Organismus etwas anders reagiert. So spielen beispielsweise auch das Körpergewicht und die Art der Ernährung eine Rolle bei der Verträglichkeit von alkoholischen Getränken. Allerdings gibt es Richtwerte, an denen Sie sich grob orientieren können. Frauen sollten möglichst nicht mehr als 0,2 – 0,3 Liter Rivaner oder sonstigen Wein am Tag konsumieren, bei Männern sind es 0,3 – 0,4 Liter. Idealerweise sollte diese Menge zusammen mit einer Mahlzeit aufgenommen werden, da der Alkohol dann nicht so schnell ins Blut übergeht.

 

Lange Zeit wurde die gesundheitsfördernde Wirkung in erster Linie dem Rotwein zugeschrieben. Inzwischen haben amerikanische Studien jedoch ergeben, dass auch Weißwein und Rosé sowie Sekt eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Beobachtet wurden etwa 130.000 Personen, und zwar über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg. Darunter befanden sich sowohl strenge Abstinenzler als auch Personen, die moderat oder viel Alkohol konsumierten, teilweise Wein, teilweise aber auch andere Getränke. Dabei ergab sich, dass ein moderater Weinkonsum innerhalb der bereits genannten Grenzen die Lebenserwartung erhöhen kann. Allerdings lässt die Studie keine Rückschlüsse darauf zu, ob diese Tatsache mitunter auch einem allgemein gesünderen Lebensstil geschuldet ist. So sind Weintrinker oft ohnehin eher Genussmenschen, die zu einem verantwortungsvollen Konsum tendieren, wobei dies natürlich nicht verallgemeinert werden kann.

 

Ein moderater Weingenuss führt zu einer Erweiterung der Gefäße und kann daher den Blutdruck in geringem Umfang senken. Außerdem lässt sich dank der Hemmung der Blutgerinnung das Risiko einer Thrombose verringern. Auch auf die Blutfette hat Wein bei der richtigen Dosierung eine positive Wirkung. Nicht zuletzt wirkt er als Antioxidans, wirkt also den sogenannten freien Radikalen entgegen, die eine negative Wirkung auf den Organismus haben. Bei zu großen Mengen hat Wein allerdings einen gegenteiligen Effekt und kann das Risiko auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sogar erhöhen, wie übrigens jede Form von Alkohol. Verantwortlich dafür sind unter anderem die sogenannten Phenole, die in großer Menge im Holz der Fässer enthalten sind, in denen der Wein gelagert wird. In Rotwein sind sie in etwas größerer Zahl enthalten. Dies dürfte auch der Hauptgrund dafür sein, dass ihm eine stärkere positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird als Rivaner und anderem Weißwein. Dies konnte bislang jedoch noch nicht im Rahmen von aussagekräftigen Studien erwiesen werden.

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