Lange Zeit standen die Kaltschaummatratzen in einem schlechten Licht, denn es waren nur billige Matratzen, die zudem noch eine schlechte Haltbarkeit hatten. Allerdings hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren einiges getan. Es wurden neue Technologien für die Herstellung der Kaltschaummatratze entwickelt und so kann der Mensch jetzt einen erholsamen und entspannenden Schlaf erhalten. Waren diese Matratzen bis vor einigen Jahren nur in preiswerten Hotels oder Jugendherbergen zu finden, so sind sie heute in vielen privaten Haushalten anzutreffen.

Die heutige Kaltschaummatratze

In der Regel beinhaltet die heutige Kaltschaummatratze einen Matratzenkern, der aus einem Pur-Kaltschaum/Visco-Kern besteht. Allerdings ist eine Kaltschaummatratze nicht gleich eine Kaltschaummatratze, denn hier sind einige Unterschiede in der Qualität des Matratzenkerns gegeben. Diese sind unter anderem von der Stauchhärte, dem Raumgewicht, der Art der Verarbeitung und der eingearbeiteten Profile abhängig. Doch was ist unter dem Raumgewicht zu verstehen?

Es ist das Gewicht in Kilogramm berechnet, welches ein Kubikmeter des Schaumstoffs vor seiner Verarbeitung wiegt. Je weniger Schaumstoff bei der Herstellung verwendet wird, desto geringer ist die Lebensdauer der Kaltschaummatratze. Somit sollte man vor dem Kauf einer solchen Matratze darauf achten, dass sie ein möglichst großes Raumgewicht besitzt und dementsprechend lange genutzt werden kann.

Bei einer niedrigen Stauchhärte, ist demzufolge auch der Schaum bedeutend weicher. Als Stauchhärte wird die Kraft bezeichnet, die man aufwenden muss, damit ein Rohblock aus Schaum um 40 Prozent eingedrückt werden kann.

Die Verarbeitung einer Kaltschaummatratze

Beim Aufschäumen wird heutzutage als Treibmittel reines Kohlendioxid in den meisten Industrieländern verwendet. Zumindest seitdem ein weit umgreifendes Verbot von FCKW ausgesprochen wurde. Oftmals wird auch bei Kaltschaumkernen vollkommen auf ein Treibmittel verzichtet. Erst wenn das Wasser mit dem chemischen Grundstoff aufeinander trifft, erfolgt das Aufschäumen.

Bereits bei Temperaturen, die unter 400 Grad Celsius liegen, können sich Schaumstoffmatratzen entzünden. Dafür könnten theoretisch feuerhemmende Zusatzstoffe verwendet werden, die wiederum nach dem Ökotex Standard 100 nicht zulässig sind. Hierfür sollte man einen schwerentflammbaren Überzug auf die Kaltschaummatratze spannen, um so das Risiko eines Brandes zu verhindern.

Die Vorteile der Kaltschaummatratze

Die besonderen Vorteile einer Kaltschaummatratze liegen natürlich in der ausgezeichneten Anpassungsfähigkeit. So passt sie sich zum Einen optimal an die Formen des Körpers an und zum Anderen an den Lattenrost. Durch diese Anpassung entstehen auch keinerlei Geräusche, wenn man sich in der Nacht einmal im Schlaf dreht.

Ebenfalls ist die Punktelastizität bei einer Kaltschaummatratze ausgezeichnet. Bei Veränderungen der Positionen im Schlaf ist das Verhalten der Rückstellung und der Federung von einer sehr guten Qualität. Die heutigen Kaltschaummatratzen besitzen eine lange Lebensdauer, sofern sie regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Sie sind gleichfalls für Allergiker hervorragend geeignet, da sie von Milben kaum befallen werden. Natürlich nur, wenn sie dementsprechend gepflegt werden.

Sollte eine Kaltschaummatratze einmal transportiert werden müssen, wegen einem Umzug oder ähnlichem, so kann sie ohne große Probleme gefaltet werden.

Die Nachteile der Kaltschaummatratze

An dieser Stelle sollen selbstverständlich auch die Nachteile der Kaltschaummatratze genannt werden, denn jede Medaille hat zwei Seiten. Da die Matratze nicht mit einem feuerhemmenden Zusatzstoff versehen werden darf, stellt sie ein Brandrisiko dar. Allerdings kann man das mit einem dementsprechenden Überzug wieder ausgleichen.

Eine Kaltschaummatratze sollte mehrere Wochen gut gelüftet werden, damit der Geruch entweichen kann, der durch die chemischen Prozesse bei der Herstellung entsteht.

Fazit

Die Kaltschaummatratze von vor einigen Jahren ist nicht mit einer heutigen zu vergleichen. Sie passt sich ideal an die Körperkonturen und den Lattenrost an. Das Rückstellungs- und Federungsverhalten ist perfekt und sie ist absolut geräuschfrei.